1.Technische Daten
| Typ
Leermasse Nutzlast Zulässige Achslast Zulässige Stützlast Gesamtlänge Aufbaulänge Breite Höhe Liegefläche Bodenfreiheit Spurweite Kugelkupplung Fahrgestellrahmen Achse Bremsanlage Felge Bereifung Reifeninnendruck Federung Stoßdämpfer Elektrische Anlage |
H P 500.83/2
385 kg 115 kg 500 kg 50 kg 3850 mm 2900 mm 1925 mm 2050 mm 1860 X 1880 mm 210 mm 1540 mm Typ KK 82 Zentralrohrrahmen Pendelachse Auflaufbremse, mechanisch 4 J X 13 H 1 X J 35 ~ 2 5.20 - 13 4 PR 160 kPa Schraubenfeder Teleskop 12V(6V) 220 V Fremdanschluß |
Änderungen im Rahmen des technischen Fortschritts behalten wir uns vor.
2.Aufbau und Beschreibung
Der Grundaufbau ist im wesentlichen aus dem Foto ersichtlich. Der Campingwohnanhänger besteht aus folgenden Hauptbaugruppen .
- Fahrgestell
- Karosserie
- Elektrik
- Zubehörteile
2.1. Fahrgestell
Das Fahrgestell besteht
aus dem Zentralrohrrahmen mit Dreieckslenkern, Schraubenfedern und TeleskopstoBdämpfern.
Es ist in Schweißkonstruktion ausgeführt und wird aus genormten
gewalzten Rohren sowie aus speziellen Bauteilen, wie T raversen, Profilen
und Knotenblechen hergestellt.Von besonderer Bedeutung für Fahreigenschaften
und Fahrverhalten ist die gewählte Lösung der Radführung
mit Dreieckslenkern, Schraubenfedern und T eieskopstoBdämpfern. Die
hierfür verwendeten Bauteile stammen aus Betrieben, die auf jahrelange
Erfahrung bei der Fertigung von Fahrwerksbauteilen verfügen. Die mechanisch
wirkende Auflaufbremse wurde neu entwickelt. Dabei wird durch die Bremsverzögerung
des Zugfahrzeuges und das damit verbundene Auflaufen des Campingwohnanhängers
auf die Zugvorrichtung das im Zugrohr vorhandene Schubstück betätigt.
Dieses löst über Hebelmechanismen und Bremsseile die Bremsung
des Campingwohnanhängers aus und trägt damit wesentlich zur Verkürzung
des Bremsweges für das Gespann und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
bei. Als zweite Bremse ist eine über Handhebel zu betätigende
Feststellbremse vorhanden.
An den Eckpunkten des Fahrgestellrahmens
sind die für einen Campingwohnanhänger notwendigen Kurbelstützen
zum Aufstellen vorgesehen. Durch eine Blechwanne im Fahrwerk wird die lichte
Höhe im Arbeitsbereich um 120 mm vergrössert.
2.2. Karosserie
Die Karosserie wird aus speziellen
Formen hergestellten Bauteilen montiert und miteinander verklebt.Mit gleichen
Technologien werden Teile der Innenausrüstung an der Vordewand eingebaut.
Die Teile im Verbund gewährleisten die Stabilität der Karosserie.
Als Material kommt glasfaserverstärktes Polyesterharz zur Anwendung.
In dessen oberster Schicht
ist die Farbe des Campingwohnanhängers enthalten. Zur Inneneinrichtung
gehören in der Wohneinheit zwei längs den Seitenwänden angeordnete
1860 mm lange Sitzbänke. Der Innenraum der Sitzbänke ist als
Stauraum ausgebildet. Zwischen den Sitzbänken ist der Tisch angeordnet.
Bei abgesenkter Tischplatte wird mit Hilfe von zwei Abdeckplatten zwischen
den Sitzbänken mit diesen zusammen eine Liegefläche von 1860
X 1880 mm geschaffen, die den Platz für vier Schlafplätze ergibt.
Die Sitzbänke und Rücl<enlehnen sind mit Polyurethanschaumstoffauflagen
ausgestattet. Quer zur Vorderwand ist die Kücheneinheit, bestehend
aus einer Anrichte mit eingearbeiteter Spüle, einer zweiflammigen
Propangasanlage und einem Hängeschrank, eingebaut. Daneben befindet
sich der Kleiderschrank mit darin enthaltener Elektroanlage.
Die Wohn- bzw. Kücheneinheit
wird durch Bodenöffnungen, die zweiteilige Tür und die Dachluke
be- und entlüftet.
2.3. Vorzelt
Für einen längeren
Aufenthalt im Urlaub oder beim Dauercamping läßt sich der Campingwohnanhänger
durch den Einsatz eines Vorzeltes erweitern. Das Vorzeltdach sowie die
Vorder- und Seitenwände sind aus imprägniertem Baumwollgewebe
gefertigt. Den Bodenabschluß der Wandflächen bildet ein breiter
Faulstreifen. Die Fläche zwischen Wohnwagenunterkante und Standfläche
wird durch eine anknöpfbare Schürze verschlossen.
Das Stahlrohr-Zeltgestänge
ist an den Teilungsstücken über Rasterstifte oder über Federzug
gehaltert und kann auseinandergenommen oder zusammengesteckt werden.
Die Seitenfenster sind mittels
Fensterklappen von außen zu verschließen. Am Vorderfenster
dient dazu eine Gardine.
2.4. Propangasanlage
Zur Propangasanlage gehört
ein zweiflammiger Propangaskocher. eine 3 kg-Gasflasche mit Verbindungsschlauch
und Druckminderer.
Diese Anlage ist geprüft
und unterliegt der Registrierpflicht seitens des Betreibers. Alle notwendigen
Angaben entnehmen Sie den Unterlagen, die als Beilage zu dieser Bedienungsanleitung
mitgeliefert werden. Vor Inbetriebnahme des Propangaskochers ist der Sichtschutz
vom vorderen Fenster zu entfernen (Brandgefahr).
3.Elektrische Anlage
3.1. Fahrzeugbeleuchtung
Über das am Wohnanhänger fest installierte 7polige Kabel mit Stecker wird der Anschluß zum Zugfahrzeug hergestellt. Das Schaltschema ersehen Sie aus beiliegendem Schaltplan. Bei der Installation der Steckdose am Zugfahrzeug muß Klemme 54 g angeschlossen sein, sonst ist die Innenbeleuchtung nicht funktionsfähig.
3.1.1. Glühlampenbestückung 12 V
Schlussleuchte
2 Stück FZL-B 12V 5 W-BA 15s TGL
10833
Bremsleuchte
2 Stück FZL-B 12 V 21 W-BA 15s TGL 10833
Blinkleuchte
2 Stück FZL-B 12 V 21 W-BA 15s TGL 10833
Kennzeichenbeleuchtung
2 Stück FZL-E 12V 5 W-SV 8,5
TGL 10833
3.2. Innenstromversorgung
Der Campingwohnanhänger ist mit einer 6/12 Volt- und einer 220 V-Anlage ausgestattet. Die 6 12 V-Anlage kann wahlweise durch das Zugfahrzeug oder durch den Transformator bei 220 V Fremdeinspeisung (Umschaltung an der Frontplatte am Elektroeinschub) betrieben werden. Die Fremdeinspeisung 220 V hat über eine AnschluBleitung mit Schutzkontakt zu erfolgen. Die am Campingwohnanhänger vorhandene Anschlußleitung mit Schutzkontaktstecker muß mit der Kupplung der Zuleitung verbunden werden. Diese Verbindung ist witterungsgerecht abzudecken und abzulegen. Der Anschluß darf nur von einer Schutzkontaktsteckdose erfolgen. Sie dient zur Versorgung der Innenleuchte und der Innensteckdose 6/12 V.
Achtung !
Bei Netzbetrieb führt
die 6/12 V-Innensteckdose Wechselspannung. Beachten Sie bitte, daß
die Bordspannung bei Auslieferung mit 12 V eingestellt ist.
Benutzen Sie ein Fahrzeug
mit 6 V Spannung, ist außer Glühlampenwechsel der Trafoanschluß
umzuklemmen. Das Kabel an Klemme 10 ist an Klemme 8 anzuschließen.
Achtung! Netzstecker ziehen !
3.3. Aufbau der Schalttafel
3.3.1. Zuordnung der Feinsicherungen
6,3 A - 220 V Steckdose
4,0 A - Innenbeleuchtung
6,3 A - 6!12 V Steckdose
1,0 A - Primärseite T rafo
3.3.2. Glühlampe
- Innenbeleuchtung
FZL-E 12 V 5W - SV8,5 TGL 10833
4. Anbau-, Bedienungs-
und Pflegeanleitung
- Kugelkupplung Typ KK 82
-
Auf der Basis jahrzehntelanger Erfahrungen der Arbeiter und Ingenieure auf dem Gebiet des Anhängerkupplungsbaues wurde die neue leistungsgesteigerte Kugelkupplung Typ KK 82 entwickelt. Ihre Vorzüge sind einfachste Bedienung (Einhandbedienung), hohe Lebensdauer, geringer Verschleiß, leichte Pflege, niedriges Gewicht.
Technische Beschreibung
Die Kupplung Typ KK 82 ist eine Anhängerkupplung für PKW-Anhänger bis 1300 kg Anhängermasse.
Die Kugelkupplung besteht
aus einem offenen kaltgeformten Flachstahlgehäuse, in das die beweglichen
Teile Kugelschale und Handhebel mittels Nietstiften eingebaut sind. Eine
Doppelschenkelfeder beaufschlagt den Handhebel so, daß er stets in
Richtung Schließstellung bewegt wird. Im Handhebel ist ein federnder
Sicherungsknopf befestigt, der durch Anschlag an einen Nocken der Kugelschale
ein selbsttätiges Offnen der Kugelkupplung verhindert. Die Kugelkupplung
kann in 7 verschiedenen Anschlußvarianten für Rohr- und Kastendeichseln
produziert werden. Die Kugelkupplung KK 82 ist nach TGL 21 642 standardisiert.
Die offene Bauweise des
Flachstahlgehäuses begünstigt die Säuberung und Schmierung
der Kugelkupplung und die Oberwachung ihrer FunktionstÜchtigkeit.
Die Betätigung der Kugelkupplung ist für die sog. Einhandbedienung
eingerichtet, d. h. Entsichern, Abkuppeln und Rangieren des Anhängers
bzw. auch das Ankuppeln und Sichern erfolgen in einer Handhabung. Der Möglichkeit
der Diebstahlsicherung des Anhängers dient die im Nocken der Kugelschale
angebrachte Bohrung, in die bei Bedarf ein geeignetes Vorhängeschloß
eingehängt werden kann. Die Kugelkupplung ist mit einer Korrosionsschutzschicht
bzw. einem Lackanstrich versehen. Die Austauschbarkeit mit bisherigen Baumustern
ist gewährleistet.
4.1. Bedienung
Zum Ankuppeln des Anhängers
wird der Griff des Handhebels so gefasst, daß mit dem Daumen der
rechten Hand (Bild 1), bzw. dem Zeigefinger der linken Hand der Sicherungsknopf
eingedrückt werden kann. Danach wird der Handhebel nach vorn oben
geschwenkt und die Deichsel des Anhängers angehoben. Nach Aufsetzen
der Kugelkupplung auf die Kugel wird der Kuppelvorgang vollzogen, indem
der Handhebel nach unten gedrückt wird, bis der Sicherungsknopf wieder
herausspringt. Diese gesicherte Stellung wird durch Anheben des Handhebels,
ohne den Sicherungsknopf einzudrücken, geprüft. Dabei muß
der Knopf an den Nocken {Bild 2) der Kugelschale anschlagen. Danach ist
der Handhebel loszulassen, wobei sich die Kugelkupplung durch die Federkraft
spielfrei einstellt. Zusätzlicher Druck auf den Handhebel muß
vermieden werden, da sonst erhöhter Verschleiß an Kugelsitz
und Kugel eintritt.
Das Entkuppeln erfolgt sinngemäß
durch Offnen der Kugelkupplung und Abheben vom Kugelzapfen des Zugfahrzeuges.
Vor Antritt jeder Fahrt
und auch nach Fahrtunterbrechungen ist die ordnungsgemäße Verbindung
zwischen Zugfahrzeug und Anhänger sowie der gesicherte Zustand der
Kugelkupplung durch Anheben am Handhebel zu prüfen.
Eine Diebstahlsicherung
mittels Vorhängeschloß ist sowohl im ab- als auch in angekuppelten
Zustand möglich. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte das
Schloß jedoch während der Fahrt nicht angebracht sein, da sich
Verkehrssituationen ergeben können, wo ein sofortiges schnelles Abkuppeln
des Anhängers erforderlich ist.
Bild 1: Öffnen der
Kupplung
Bild 2: Gesicherte Stellung
(1) Sicherungsknopf
(2) Nocken
(3) Bohrung für Vorhängeschloß
4.2. Verwendung und Pflege
Sachgemäßer Anbau,
sachgemäße Bedienung und Verwendung sind Voraussetzungen für
eine einwandfreie Funktion. Der Durchmesser der Kugel der Anhängervorrichtung
am PKW ist mit Durchmesser 50 h 13 nach TGL 21642 standardisiert. Neben
der Beachtung der Funktionstüchtigkeit ist eine regelmäßige
Säuberung der Kugelkupplung sowie Schmierung der Lagerstellen und
Gleitflächen des Kugelsitzes und der Sicherung im Interesse des Benutzers
zur Erzielung einer langen Lebensdauer der Kugelkupplung zu empfehlen (Bild
3).
Aus Gründen der Fahrdynamik und Sicherheit sollte die Stützlast auf dem Kugelzapfen mindestens 5 % der Gesamtmasse des Anhängers, aber max. 100 kg (statisch), betragen. Kugelkupplungen sind nicht geländegängig. Die Schwenkbarkeit der KK 82 in der vertikalen Längsebene beträgt jeweils mind. 25 ° nach oben und unten aus der Normalstellung, was den Einsatzbedingungen auf üblichen Straßen und Wegen gerecht wird. Um Beschädigungen der Anhängerzugvorrichtung und der Kugelkupplung zu vermeiden, sollte stark unebenes Gelände, wie es auf Baustellen oder Campingplätzen vorkommen kann, nicht befahren werden. Eigenmächtige Veränderungen oder Reparaturen dürfen an der Kugelkupplung nicht vorgenommen werden.
Die Kugelkupplung Typ KK 82 stellt sich automatisch nach, so daß trotz VerschIeißes an Kupplung und Kugel kein Spiel auftreten kann. Erst nach Aufbrauchen des Nachstellweges werden bei weiterer Benutzung allmählich Klappererscheinungen möglich. Dann ist es Zeit, die Kugel der Zugvorrichtung oder die Kugelkupplung auszuwechseln. Dies ist auch der Fall, wenn der Kugeldurchmesser an irgendeiner Stelle bis auf 49 mm verschlissen oder der Kugelzapfen verbogen ist.
Bild 3: Empfohlene Schmierstellen
(1) Öl
(2) Fett (für den gesamten Kugelsitz)
Vertragswerkstatt für
Kugelkupplungen
Fa. Otto Hausdorf, Schmiede
und Fahrzeugreparatur
1240 Fürstenwalde-Süd,
Geliertstraße 2
PSF 101-07, Tel. 4282
Von der Vertragswerkstatt
werden in der Regel nur Garantiereklamationen innerhalb 6 Monate nach Erwerb
der Kupplung (Nachweis erforderlich) ausgeführt. Über weitere
Reparaturfähigkeit entscheidet nach Begutachtung die Vertragswerkstatt.
Ausgenommen von Reparaturen
sind:
Kupplungen mit deformiertem
Gehäuse, Funktionsuntüchtigkeit aufgrund natürlichen Verschleißes.
Die Anlieferung per Post muß mit wiederverwendungsfähiger, stabiler
Verpackung erfolgen. Bei Rücklieferung per Post erfolgt die Berechnung
per Nachnahme (außer bei Garantie).
5.Lieferumfang
Der Campingwohnanhänger HP 500.83/2 wird mit folgenden Zubehörteilen ausgeliefert:
- 1 Stück Gasflasche 3 kgZeltgestänge bestehend aus
- 1 Stück Gaskocher mit Druckminderer
- 1 Satz Gardinen für Vorder-, Seiten- und Rüückenfenster
- 1 Stück Vorhang für Kleiderschrank
- 1 Stück Mückenschutz
- 1 Stück Tischplatte mit Ergänzurngs- und Abdeeckplatte
- 1 Satz Polstergarnituren
(4 Rückenlehnen, 4 Sitzkissen)
Kennzeichentafel
Stöpsel für Spüle
Unterlegkeile
Unterlegbrettchen
Kurbel für Standstützen
Plastkappen für Radnabe
Plastkappen für Radmuttern
Sicherungsseil
- 1 Stück Zelthaut
- 1 Stück Gardine für Vorzeltfenster
- 3 Stück Abspannschnuren
- 3 Stück Spannschlösser
- 22 Stück Heringe
- 22 Stück Erdnägel
- 1 Stück Gummihammer
- 2 Stück Sicherheitsschlüssel für Wohnanhänger
- 1 Stück Bedienungsanleitung mit Garantieschein
- 1 Stück Betriebsvorschrift mit Garantieschein und Bezugsberechtigung für die Propangasanlage
Diese Teile überprüfen
Sie bei Obernahme des Campingwohnanhängers auf Vollständigkeit.
Spätere Reklamationen
können nicht anerkannt werdern.
6.Inbetriebnahme des Wohnanhängers
6.1. Zugfahrzeug
Zum Mitführen des Campingwohnanhängers sind grundsätzlich alle Fahrzeuge geeignet, die eine typgeprüfte Kugel-Anhängevorrichtung mit einem Kugeldurchmesser von 50 mm besitzen und die etwa in einer Höhe von 400 mm angebracht sein muß.
6.2. Fahrbetrieb
6.2.1. Vorbereitung zum Fahrbetrieb
Zum Zugfahrzeug ist über
die Kugelkupplung die mechanische Verbindung herzustellen.
Angaben zur Kugelkupplung
siehe Abschnitt 4.
Über das 7polige Kabel
ist die elektrische Verbindung zu gewährleisten und gemäß
STVZO die elektrische Anlage zu überprüfen. Das Verbindungskabel
ist so anzubringen, daß die bei der Fahrt notwendige Bewegungsfreiheit
gegeben ist und das Schleifen des Kabels auf der Straße vermieden
wird. Weiterhin ist die Abreißleine am Hals des Kugelzapfens zu befestigen.
Sollte zum Beispiel ein Bruch der Kupplungseinrichtung auftreten, wird
durch die Abreissleine die Handbremse des Campingwohnwagens betätigt
und dieser damit abgebremst. Dabei löst sich automatisch die Abreißleine
vom Campingwohnwagen über den Schäkel und Splint.
Am Campingwohnanhänger
sind die Gardinen am Fenster der Vorder- und Rückenwand zu öffnen,
um die Sicht nach hinten zu gewährleisten.
Die Zuladung ist entsprechend
der zulässigen Masse im Campingwohnanhänger gegen Verrutschen
zu sichern.
Schwere Gegenstände
sind zur Erhaltung der Fahrstabilität nahe der Achse anzuordnen. Bei
Benutzung der Stauräume sind die Gegenstände gegen Verschmutzung
und Beschädigung zu sichern. Gleichzeitig ist die zulässige Stützlast
einzuhalten (siehe 4.)
Die Luke ist einschließlich
der vorhandenen Riemensicherung ordnungsgemäß zu verschließen.
Das gleiche gilt für
beide Teile der Tür.
Die Stützen am Fahrgestellrahmen
sind vollständig angehoben bis zur Anlage am Rahmen.
Ihr Zugfahrzeug rüsten
Sie mit Rückfahrspiegeln gemäß Caravanbetrieb aus.
6.2.2. Rlückwärtsfahren
Das Rückwärtsfahren beim Campingwohnanhänger mit mechanisch gebremsten Fahrgestell ist ohne Beachtung von technischen Details möglich.
6.2.3. Handbremse
Die Benutzung der Handbremse
ist erforderlich :
- beim Abstellen des Gespannes
an Gefällen und Steigungen
- als Bremshilfe beim manuellen
Rangieren
- als Feststellbremse beim
aufgestellten Campingwohnwagen
- als Feststellbremse beim
Radwechsel
6.3.Campingbetrieb
6.31. Aufstellen des Campingwohnanhängers
Zum Aufstellen benötigen Sie eine Stellfläche von 5 X 5 m. Darin ist die Fläche des Vorzeltes enthalten. Diese Fläche muß möglichst eben sein. damit ein waagerechtes Aufstellen des Campingwohnanhängers gewährleistet wird. Nach Erreichen des gewünschten Standortes ist der Campingwohnanhänger vor dem Abkuppeln zu sichern. Die notwendigen Vorlegekeile gehören zum Zubehör. Gleichzeitig entnehmen Sie die 4 Unterlegplatten der Kurbelstlitzen sowie die Bedienkurbel.
In folgender Reihenfolge stellen Sie den Campingwohnanhänger auf
- Anheben des Campingwohnanhängers
in waagerechte Lage
- Unterlegen der Unterlegplatten
unter die Kurbelstützen
- vordere Kurbelstützen
herunterdrehen, bis die waagerechte Lage des Campingwohnanhängers
erreicht ist
- hintere Kurbelstützen
herunterdrehen.
Achtung !
Die Kurbelstützen dienen
zur Verhinderung des Schaukelns und nicht zum Anheben des Hängers.
Die Räder dürfen mit Hilfe der Kurbelstützen nicht vom Boden
abgehoben werden.
Ein direktes Aufstellen
auf die Kurbelstützen und Entfernen der Räder ist nicht zugelassen.
Im Innern des Campingwohnwagens
sind folgende Arbeiten erforderlich :
- Anknöpfen der Insektenschutzgaze an der Dachluke
- Öffnen der Dachluke mittels der Dachaussteller Beachten Sie, daß die vorderen bzw. hinteren Dachaussteller immer gleichzeitig betätigt werden.
- Einrichten der Liegefläche
Nach dem Lösen der
Tischplatte aus ihrer Halterung wird sie zusammen mit den zwei Abdeckplatten
auf die Auflagen der Sitzbänke gelegt und mit den Kissen der Rückenlehne
abgedeckt.
6.3.2. Vorzeltaufbauanleitung
Vor dem Zeltaufbau beachten Sie die Hauptwetterseite. Der Eingang ist der windentgegengesetzten Seite anzuordnen. Gemäß Aufbauübersicht des Zeltgestänges erfolgt der Zusammenbau der Zeltstangen . Der Aufbau erfolgt möglichst mit 2 Personen. Sortieren Sie erst alle Zeltstangen nach Länge.
Danach montieren Sie
Zeltstangen 1 und 2 mit Eckverbinder
Zeltstangen 3 und 5 mit Eckverbinder
A und B und Zeltstange 4 mit Mittelverbinder C
Dieses Stabgebilde wird
zu zweit vorsichtig aufgerichtet und in einer Entfernung von ca. 2 m vor
dem Campingwohnanhänger aufgestellt. Nun werden die Zeltstangen 6,
7 und 8, 1850 mm lang, einzeln in die Eckverbinder bzw. in den Mittelverbinder
eingefügt und die Anschlußstücke in die Aufnahme des Campingwohnanhängers
eingerastet. Richten Sie dann das Gestänge gleichmäßig
aus.
Jetzt wird das Vorzelt in
die Vorzeltschiene am Campingwohnanhänger. beginnend am Vorderteil,
eingezogen. Hierbei ist laufend die Zeltbahn nachzuschieben und über
das Gestänge zu heben. Ist das Vorzelt komplett eingeschoben, wird
dasselbe über das Gestänge gezogen.
Über die Zeltstangenrastung
erfolgt mit Heringen sowie mit den 5 Abspannschnüren nun das Verspannen.
Ausrichten und Befestigen des Vorzeltes. Beim Verspannen ist der Zelteingang
(Reißverschluß) geschlossen zu halten. Auf diesen darf keine
große Spannung wirken. Der leichte Lauf des Schlittens im Reißverschluß
muß gewährleistet sein.
Ziehen Sie stets im Griff
gleichmäßig in Richtung der Reißverschlußkette und
führen Sie dabei das Zelteingangsteil mit der anderen Hand heran.
Die Spannung des Zeltes
muß laufend und besonders bei Feuchtigkeit korrigiert werden, denn
dies ist für die Reißverschlußfunktion sehr wichtig. Dann
erfolgt das Ausspannen in der Reihenfolge 4 Ecken. Vorderwand. Seitenwände.
Die Richtung der Spannleinen hat in der Richtung der Schlaufen zu erfolgen,
damit die Kräfte gesamt und gleichmäßig auf diese wirken.
Der Faulstreifen wird mit
Hilfe der Zeltnägel befestigt. Dabei darf keine Spannung auftreten,
denn der Faulstreifen dient nur als Bodenabschluß.
Beim weiteren Zelten beachten
Sie noch folgendes :
Tritt Unwetter bzw. Sturm
auf, sichern Sie das Zelt mit zusätzlichen Abspannungen. Dabei kann
auch eine Wäscheleine diagonal über das Zelt verspannt werden.
Plötzlich starker oder
langanhaltender Regen kann ein "Durchsprühen" verursachen. Trotzdem
liegt kein Fehler vor, sondern dies ist eine objektive Erscheinung.
Es ist nicht zu empfehlen.
die feuchte Zelthaut zu berühren oder Gegenstände dagegen zu
stellen. Das Zelt muß täglich ausreichend gelüftet werden.
besonders dann, wenn sich Feuchtigkeitsniederschlag gebildet hat. Die Lüftung
muß so intensiv erfolgen, daß alle Teile trocken sind.
Wir raten, das Zelt nicht
mit einer Folie abzudecken. weil dadurch Verstockung auftreten karnn. Wenn
ein Doppeldach angebracht wird, muß mindestens 10 cm Zwischenraum
vorhanden sein.
An der Campingwohnwagenunterseite
befinden sich die Druckknöpfe für die Windschürze. Diese
wird jetzt angeknöpft und mit dem Vorzelt verbunden.
Vor Antritt der Urlaubsreise
empfehlen wir Ihnen einen Probeaufbau des Vorzeltes.
7.Pflege, Wartung, Reparatur
7.1. Fahrgestell
Radwechsel
Radwechsel darf nur am angekuppelten, gegen Abrollen gesicherten Campingwohnanhänger erfolgen. Der Radwechsel ist analog dem an Zugfahrzeugen üblichen und mit den gleichen Werkzeugen durchzuführen. Die Aufnahme für den Wagenheber befindet sich am Fahrzeugrahmen. Bei diesen Arbeiten ist die Handbremse anzuziehen.
Kurbelstützen
Die Kurbelstützen sind
besonders starker Verschmutzung und Feuchtigkeit ausgesetzt. Die beweglichen
Elemente sind regelmäßig zu reinigen und mit Fett abzuschmieren.
Bei längerem Abstellen Ihres Campingwohnanhängers achten Sie
bitte darauf, daß wie beim Campingbetrieb die vier Standstützen
benutzt werden, damit die Federn des Fahrgestells entlastet werden und
nicht unnötig ermüden.
Sollte dieses Abstellen
im Freien erfolgen, so achten Sie im Winter auf die zulässige Dachbelastung
durch Schnee.
Sie darf 12 kg/m2 nicht
überschreiten.
Unterbodenpflege am Fahrgestell
führen Sie mit handelüblichen KonservierungsmitteIn analog der
Unterbodenpflege Ihres PKW durch. Dabei ist die Wirksamkeit dieser Maßnahme
in starkem Maße von etwa bereits begonnener Korrosion abhängig.
Sie sollten deshalb die vorhandene Farbschicht der Fahrgestelle möglichst
rechtzeitig schützen.
Nach 10000 km sind die Fettfüllungen der Radlager zu erneuern.
Bremsanlage
Die Gelenkstellen des Hebelmechanismus
und die Schmierstelle des Schubstückes sind alle 5000 km bzw. einmal
jährlich mit Fett AF 7210 ES rot abzuschmieren.
Die Bremsseile sind alle
5000 km oder mindestens einmal jährlich abzuschmieren.
Bei der Bremsanlage ist außerdem
zu berücksichtigen :
War der Campingwohnanhänger
längere Zeit außer Betrieb (etwa 3 Mon.), ist die Bremsanlage
auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Die Bremswirkung
wird durch vorsichtiges Rückwärtsfahren des Gespannes kontrolliert.
Tritt hierbei Bremswirkung ein, ist die Bremsanlage funktionstüchtig.
Alle weiteren Wartungsarbeiten
an Rädern, Bremstrommeln und anderen Teilen des Fahrgestells führen
Sie entsprechend Ihres PKW.s durch oder überlassen diese Arbeiten
einem Fachmann.
7.1.1.Bremsanlage "Auflaufeinrichtung / Radbremse"
Abschmieren der beweglichen
Teile
- Gelenkstellen der Kugelkupplung
- Schmiernippel am Schubstück
- Schmiernippel der Bremsseile
- Gleitstellen der Bremsübertragung
nach 100 km und jeweils nach
weiteren 500 km kontinuierlich durchführen, insbesondere vor Fahrtantritt
nach längerem Nichtbenutzen.
- Schiernippel mit handelsüblichen
Schmierfetten SWA, SWG (auch graphithaltige Schmierfette ) mittels Fettpresse
2...3 Hübe.
- Gleitstellen für
Bremshebel
- Bremsstange im Bereich
Rückholfeder sowie Rückholfeder mit einigen Tropfen graphithaltigen
Öl oder entsprechenden Spray.
- Der Handbremshebel (ggf.
innenliegende Feder mit Entlastungsknopf ölen).
- Der Faltenbalg ist mit
gummischützenden Mitteln, wie Talkumin, Glyzerin, Silikonspray u.ä.
zu pflegen.
Überprüfen der Bremsanlage
Beim Überprüfen
der Bremsanlage muß die Auflaufeinrichtung voll ausgezogen sein.
- Handbremshebel in Nullstellung
und Freigängigkeit beider Räder überprüfen.
- Kontrolle Rückfahrautomatik
Handbremshebel im
ersten Zahn - entspricht dem vollen Weg der Auflaufeinrichtung - Anhänger
muß sich von Hand zurückschieben lassen.
- Kontrolle Feststellbremse
Handbremshebel im
3. bis 5. Zahn einrasten - Anhänger muß vorwärts und rückwärts
feststehen.
Sollte dies nicht der Fall sein, muß eine Nachstellung an der Einstellmutter des Gestänges (unterhalb Auflaufeinrichtung Bereich Handbremshebel) vorgeneommen werden.
Einstellen der Bremse
Zum Einstellen der Bremse
ist der Hebel der Feststellbremse in die Raster am Anfang des Kurvenstückes
einzurasten. Die Einstellmutter am Gestänge ist so zu stellen, daß
die Bremsbacken beim Vowärtsdrehen der Räder leicht schleifen.
Diese Einstellung ist nur in begrenzten Umfang möglich. Wird das o.g.
Bremsverhalten nicht erreicht (z.B. bei größerem Bremsbackenverschleiß),
ist eine Nachstellung der Bremsbacken innnerhalb der Radbremse über
die Einstellschraube am Spreizschloß notwendig.
Dazu ist das Bremsseil auszuhängen
und an der Einstellschraube des Spreizschlosses die Bremse fest anzustellen.
Dann ist die Einstellschraube soweit zurückzudrehen, bis sich die
Räder leicht drehen lassen, das Bremsseil einzuhängen und wie
o.g. am Gestänge einzustellen. Anschließend ist eine Überprüfung
der Bremsanlge wie vorher vorzunehmen.
Die Bremseinstellung ist nach 100, 500, 1000 und allen weiteren 1000 km bzw. jährlich und vor Antriit der Fahrt nach längerem Nichtbenutzen zu überprüfen.
Falls beim Überprüfen
der Handbremse wiederum kein Feststehen des Anhängers erreicht wird,
liegt Verschleiß innerhalb der Radbremse vor und das Fahrzeug ist,
ebenso wie bei allen anderen Betriebs- und Funtionsstörungen,
einer Werkstatt vorzustellen.
7.2. Karosserie
Der gesamte Aufbau des Campingwohnanhängers
ist sowohl innen als auch außen pflegearm. Zum Reinigen der Außenhaut
können handelsübliche Lackpflegemittel verwendet werden. Teerflecke
entfernen Sie mit Teerentferner. Aceton oder ähnliche Lösungsmittel
dürfen auf keinen Fall angewendet werden.
Der Boden ist wie bei Ihrem
Fahrzeug mit Unterbodenschutz zu pflegen. Das Türschloß wird
mit Silikon eingesprüht (zweimal jährlich).
Die Reinigung der Bezugsstoffe
ist entsprechend den verwendeten Fasern durchzuführen (siehe gesonderte
Pflegeanleitung für Polster).
7.3.Elektrik
7.3.1. Fahrzeugelektrik
Außer einem Glühlampenwechsel, wenn erforderlich, sowie Überprüfung aller elektrischen Anschlüsse auf festen Sitz und korrosionsfreie Kontakte ist keine Pflege der Fahrzeugelektrik erforderlich.
7.3.2. Innenstromversorgung 220 V
Gemäß TGL 200-0630 ist die 220 V-Anlage einmal jährlich von einer autorisierten Fachwerkstatt zu prüfen. Hierüber ist ein Nachweis zu führen. Alle Arbeiten an diesem Anlagenteil sind nur vom Fachmann durchzuführen.
7.4. Vorzelt
Die Lebensdauer des Vorzeltes
liegt, materialbedingt, wesentlich unter der des Campingwohnanhängers.
Trotzdem können Sie durch eine sachgemäße Behandlung und
Pflege viele Jahre Freude an Ihrem Vorzelt haben. Mit dieser Pflegeanleitung
möchten wir Ihnen einige wichtige Hinweise für die richtige Behandlung
und Werterhaltung Ihres Vorzeltes geben.
Reißverschlüsse
laufen leichter, wenn sie mit einer Wachskerze eingerieben werden. Treten
einmal Schwierigkeiten auf, ermitteln Sie den Grund und entfernen Sie evtl.
eingeklemmte Teile. Den Reißverschluß niemals mit Gewalt bedienen
!
Auch Metallteile müssen
pfleglich behandelt werden. Säubern Sie diese deshalb von Sand und
Schmutz und behandeln Sie sie mit den handelsüblichen Pflegemitteln.
Zur weiteren sachgemäßen
Pflege des Zeltes gehört, daß Sie nach 10 Tagen dieses von innen
und außen gründlich säubern. In der Regel wird dabei das
Zelt trocken mit einer nicht zu starken Bürste ausgebürstet.
Gummi- und Plastteile können feucht abgewischt werden. Gummiteile
sollten nach dem Trocknen mit Talkum eingerieben werden.
Campingartikel aus Gummi
niemaIs mit Plastteilen des Zeltes in Berührung bringen (z. B. Fenster
und Faulstreifen), da sonst durch Weichmacherwanderungen Verfärbungen
auftreten können.
Deshalb achten Sie besonders
darauf, daß beim Zusammenlegen des Zeltes die Gummiteile nicht auf
die Fensterfolie gelegt werden. Das Zelt sollte niemals feucht abgebaut
und eingepackt werden. Sind Sie trotzdem dazu gezwungen, so sorgen Sie
für schnellste Trocknung, denn bereits nach Stunden können Verstockungserscheinungen
auftreten.
Auch ein trocken verpacktes
Zelt muß vor der Einlagerung nochmals gründlich gesäubert
und nachgetrocknet werden.
Bei längerer Lagerung
ist das Zelt mehrmals gründlich zu lüften. Die Lagerung muß
in trockenen, vor Witterungseinflüssen geschützten Räumen
und vor direkter Sonnenbestahlung geschützt erfolgen.
Die Lagertemperatur sollte
zwischen + 10 bis +25 °c bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50
bis 70% liegen.
Umlagerungen und Transport
sind bei Frosttemperaturen zu vermeiden. Das Zelt darf nicht gewaschen
und chemisch gereinigt werden.